26. Bremen Classic Motorshow 2027

Von FN bis MV Agusta: Die fantastischen Vierzylinder

 

Sonderschau zeigt Vierzylindermotorräder aus aller Welt von 1913 bis 2001

Mittwoch, 30. September 2026 · Als Honda 1968 die CB 750 Four präsentierte, begann eine neue Ära des Motorradbaus. Das erste japanische Vierzylindermotorrad eroberte in kürzester Zeit den boomenden US-Markt sowie die Schaufenster westeuropäischer Händler und erhielt erstmals das Prädikat „Superbike“. Doch die Geschichte des Vierzylinders reicht weiter zurück. Zum 25. Jubiläum der Classic Bremen Motorshow zeigen 24 Vierzylindermaschinen von 1913 bis 2001 die historische Entwicklung und bezeugen, wie rasant, souverän und auch unterschiedlich Motorräder mit vier Zylindern sein können. Exotische Marken wie FN, Nimbus, MBS oder Windhoff stehen im Kontrast zu populären Anbietern wie Honda, Kawasaki, MV Agusta oder auch Zündapp. Die Messe ist Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Februar 2027, für Enthusiasten geöffnet.

Die Anfänge

Der Vierzylinder galt lange als technischer Exot, dabei gibt es vierzylindrige Motorräder bereits seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Zunächst entstanden vor allem kultivierte Reisemaschinen für anspruchsvolle Enthusiasten. Besonders in den USA fand die Bauweise früh Verbreitung. In den 1920er- und 1930er-Jahren folgten auch in Europa bemerkenswerte Konstruktionen mit vier Zylindern und mindestens 500 cm³ Hubraum. Vor allen italienische Konstrukteure nutzten die „quattros“, um beeindruckende Rennmaschinen zu erschaffen, die später auch den Weg auf die Straßen fanden und Honda inspirierten.

Der Weg zum Superbike

1965 kündigten gleich zwei außergewöhnliche Motorräder den Wandel an: Der deutsche Konstrukteur Friedel Münch präsentierte seine „Münch-4“ mit einem leistungsstarken Vierzylindermotor aus dem Automobilbau. Im selben Jahr brachte MV Agusta die 600 auf den Markt und übertrug die Technik seines erfolgreichen Rennmotors auf ein Straßenmotorrad. Beide Modelle zeigten, welches Potenzial in der Kombination aus vier Zylindern und hoher Motorleistung steckte.

Den entscheidenden Schritt zum Massenphänomen machte jedoch Ende 1968 Honda mit der CB 750 Four. Erstmals verband ein japanischer Großserienhersteller vier Zylinder mit hoher Leistung, Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit für eine breite Käuferschicht. Die CB 750 Four leitete damit den Siegeszug des Superbikes ein. Kurz darauf setzte Kawasaki mit der Z 900 neue Maßstäbe bei Leistung und Hubraum.

Sonderschau mit 24 Exponaten

Vierzylindermaschinen prägten in der Folge die Motorradszene der 1970er- und 1980er-Jahre. Die 24 Motorräder der Sonderschau machen diese Entwicklung unmittelbar erlebbar: von frühen Pionierkonstruktionen und seltenen Exoten bis zu den legendären Superbikes, die den Motorradbau nachhaltig veränderten.

Die Bremen Classic Motorshow wird unterstützt vom Mercedes-Benz Werk Bremen, TÜV Süd und vom PS.SPEICHER.

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de


Honda MV Agusta

Text : MESSE BREMEN, Fotos: Studio Moin GmbH, Sven Wedemeyer


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